»Glaube, Hoffnung und Gemetzel« ist ein Buch über Nick Caves Innerstes. Das Buch ist das Ergebnis von mehr als 40 Stunden persönlicher Gespräche zwischen Nick Cave und Sean O'Hagan und es zeigt, was Nick Cave wirklich antreibt. Es stellt die Fragen nach den großen Themen wie Hoffnung, Kunst, Musik, Freiheit, Trauer und Liebe und spannt den Bogen von der frühen Kindheit bis heute.
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Das ist obsessiv, das ist kompulsiv, das ist introspektiv, das ist ehrgeizig und das ist mit jeder Faser des Geschriebenen interessant.
Bewertung am 28.12.2022
Bewertungsnummer: 1849779
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
So etwas kann schief gehen. Ein Musiker. Einer der ganz Großen. Eine Autobiografie. Keine Autobiografie. Ein Gespräch. Ein anderer Musiker. Musikjournalist. Viele Gespräche. Telefongespräche während der Pandemie. So etwas kann schnell nach Merch und nach Langeweile riechen.
Aber das ist Nick Cave, das ist manisch, das ist obsessiv, das ist kompulsiv, das ist introspektiv, das ist ehrgeizig und das ist mit jeder Faser des Geschriebenen interessant.
»Du kannst mich alles fragen. Es gibt keinen Moderator. Das ist etwas zwischen dir und mir. Mal schauen, was dabei herauskommt« ist das Prinzip von , in dem wir alle Nick Cave schreiben können, er uns aufrichtig und direkt zu antworten bereit ist. Und es ist das Prinzip dieses Interviews. Nick Cave redet über Nick Cave, und Séan O'Hagan ist ein im Halbschatten bleibender Fragender. An den richtigen Stellen hinterfragt O'Hagan die Darstellungen, zieht Bezüge, die Cave nicht zieht, tritt nahe. Cave ist aufrichtig bemüht, nicht auszuweichen. Das Gespräch richtet sich auf die Musik in der Entstehung, auf die für ihn heiligen Momente der Konzerte und auf sein Leben. Der Tod von Arthur, der 15jährig in einem LDS-Tripp von einer Klippe stürzte, ist dabei ein Fixpunkt.
Gefragt nach der Essenz seines Charakters, sagt Cave »Es hat etwas mit Schönheit und Traurigkeit zu tun...Oder auch mit der Nähe zwischen den beiden.« Dieser Text ist genau das, er ist schön, traurig und von einer optimistischen Stärke, die nährend ist. Wir müssen nicht so leben wie Cave und auch seine tief empfundene Religiosität nicht teilen, wir brauchen nur Offenheit, um die Universalität der aufgeworfen Themen anzunehmen. Aus Cave und seiner Kunst fließt eine Kraft, die eine strömende Wirkung auf mich hat, offen, weit, liebend, friedlich und dankbar reagiere ich. Für Personenkult bin ich nicht sehr empfänglich, aber das ist Nick Cave und er macht einen Unterschied für mich und meine Welt, vielleicht auch für deine.
So etwas kann schief gehen.…
Kata_____Lović aus Bremen am 28.12.2022
Bewertungsnummer: 2828366
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
So etwas kann schief gehen. Ein Musiker. Einer der ganz Großen. Eine Autobiografie. Keine Autobiografie. Ein Gespräch. Ein anderer Musiker. Musikjournalist. Viele Gespräche. Telefongespräche während der Pandemie. So etwas kann schnell nach Merch und nach Langeweile riechen. Aber das ist Nick Cave, das ist manisch, das ist obsessiv, das ist kompulsiv, das ist introspektiv, das ist ehrgeizig und das ist mit jeder Faser des Geschriebenen interessant. »Du kannst mich alles fragen. Es gibt keinen Moderator. Das ist etwas zwischen dir und mir. Mal schauen, was dabei herauskommt« ist das Prinzip von ℎ , in dem wir alle Nick Cave schreiben können, er uns aufrichtig und direkt zu antworten bereit ist. Und es ist das Prinzip dieses Interviews. Nick Cave redet über Nick Cave, und Séan O'Hagan ist ein im Halbschatten bleibender Fragender. An den richtigen Stellen hinterfragt O'Hagan die Darstellungen, zieht Bezüge, die Cave nicht zieht, tritt nahe. Cave ist aufrichtig bemüht, nicht auszuweichen. Das Gespräch richtet sich auf die Musik in der Entstehung, auf die für ihn heiligen Momente der Konzerte und auf sein Leben. Der Tod von Arthur, der 15jährig in einem LDS-Tripp von einer Klippe stürzte, ist dabei ein Fixpunkt. Gefragt nach der Essenz seines Charakters, sagt Cave »Es hat etwas mit Schönheit und Traurigkeit zu tun...Oder auch mit der Nähe zwischen den beiden.« Dieser Text ist genau das, er ist schön, traurig und von einer optimistischen Stärke, die nährend ist. Wir müssen nicht so leben wie Cave und auch seine tief empfundene Religiosität nicht teilen, wir brauchen nur Offenheit, um die Universalität der aufgeworfen Themen anzunehmen. Aus Cave und seiner Kunst fließt eine Kraft, die eine strömende Wirkung auf mich hat, offen, weit, liebend, friedlich und dankbar reagiere ich. Für Personenkult bin ich nicht sehr empfänglich, aber das ist Nick Cave und er macht einen Unterschied für mich und meine Welt, vielleicht auch für deine.
Meinung aus der Buchhandlung
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Dieses Buch gewordene Interview mit Nick Cave tut einfach gut zu lesen. Der ehemalige Punkrebell zeigt sich als legitimer Nachfolger Leonard Cohens und gibt Einblicke in sein Seelenleben, philosophiert klug über die großen Themen wie Glaube, Liebe und Trauer.
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Kathrin Roßmann
Jenaer Universitätsbuchhandlung Thalia – EKZ Neue Mitte
Allein der Titel genügt schon, um zum Buch zu greifen. Dem Guardian - Journalisten Séan O`Hagan gelingt mit Cave ein inspirierender Gesprächsband über das Gemetzel, das Leben anrichten kann und der Versuch, zu überleben - halbwegs gut zu überleben. Alles, was war und kommt zu überwinden und zu nutzen - das Katastrophale und das Gute gleichermaßen.
Nick Cave ist ein Philosoph, aber das wusste man auch schon beim jahrzehntelangen Hören seiner Musik.
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